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  • Regvar C, Zimmermann F, Zajic P, Metnitz Ph, Prause G
    Gegenwart und Zukunft der Notfallversorgung durch ortsansässige Ärztinnen und Ärzte
    Notfallmedizin
    Klin. Abt. f. Allg. Anästhesiologie, Notfall- u. Intensivmedizin, Univ. Klinik f. Anästhesiologie u. Intensivmedizin, Medizinische Universität Graz Zielsetzung Diese Studie soll die Bereitschaft niedergelassener Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner zur Versorgung von Notfällen, die sich in der Nähe zu Wohn- bzw. Ordinationsort ereignen, untersuchen. Insbesondere in entlegeneren Regionen kann die Mitwirkung ortsansässiger Ärztinnen und Ärzte die Zeit bis zur ärztlichen Versorgung bei Notfallgeschehen deutlich verkürzen. Methoden 905 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in der Steiermark (92% aller Ordinationen) wurden mittels Online-Fragebogen über demographische Daten, notfallmedizinische Ausbildung und Ausrüstung sowie ihre Bereitschaft zum Ausrücken zu Notfalleinsätzen auf Verständigung durch die Rettungsleitstelle hin befragt. Ergebnisse und Diskussion 235 ausgefüllte Fragebögen wurden registriert. 156 Befragte (66%) gaben an, außerhalb städtischer Ballungsräume tätig zu sein. 169 (72%) Ärztinnen und Ärzte wiesen aufrechte Notarztdiplome vor. Zum Zeitpunkt der Befragung wurden 158 (67%) der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, 129 (82%) davon im ländlichen Raum, bereits von der Rettungsleitstelle (RLS) zu Notfällen alarmiert, obwohl lediglich 116 (50%) zuvor ihre Bereitschaft zu Notfalleinsätzen bekundet hatten. 77 (33%) der Befragten lehnten Verständigungen durch die RLS hingegen von vorn herein ab. 74 (47%) gaben an, etwa einmal pro Monat alarmiert zu werden, 49 (31%) zwei bis drei Mal. Nur zwei Ärzte werden öfter als zehn Mal pro Monat verständigt. 142 (60%) der Ärztinnen und Ärzte bekundeten ihre Bereitschaft, zukünftig neuerdings oder weiterhin aktiv in der Notfallversorgung mitzuwirken. Als Voraussetzung dafür wurde vor allem der Ersatz verbrauchter Medikamente (215, 91%) und Materialen (217, 91%) genannt. Für 202 (86%) ist die finanzielle Abgeltung entscheidend. Notfallmedizinische Aus- und Weiterbildung ist für 186 (80%) Befragte relevant, die regelmäßige Verständigung zu Notfalleinsätzen dagegen nur für 166 (71%). Schlussfolgerungen Die Bereitschaft zur Mitwirkung in der Versorgung von Notfallpatientinnen und Notfallpatienten in der prähospitalen Phase ist bei Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern in der Steiermark hoch. Entscheiden für den weiteren Einsatz der Befragten ist insbesondere die Rückerstattung von im Einsatz verbrauchten Materialien und Medikamenten.
  • Gigler D, Richter A, Mileder L, Schmidt A, Wegscheider T
    e-FAST-Sonographie in einer simulationsbasierten Notaufnahme - Die "SIMLine Notaufnahme" der Medizinischen Universität Graz
    Notfallmedizin
    Klinische Abteilung für Spezielle Anästhesiologie, Schmerz- und Intensivmedizin, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Graz Zielsetzung: e-FAST-Sonographie ("Extended Focused Assessment with Sonography for Trauma") spielt eine zentrale Rolle in der notfallmedizinischen Akutdiagnostik. Derzeitige Humanmedizin-Curricula haben jedoch wenige Berührungspunkte mit diesem relevanten diagnostischen Element. Im Rahmen des Wahlfaches "Die Grazer SIMLine: Notaufnahme", in welchem der Betrieb einer kompletten interdisziplinären Notaufnahme realitätsnah simuliert wird, wurde die praktische Anwendung der e-FAST-Sonographie untersucht. Methode: 48 Studierende erlernten in simulationsbasierten Wahlfächern, vermittelt durch studentische InstruktorInnen des Clinical Skills Center Graz, in einem 60-minütigen Workshop das e-FAST-Protokoll, sowie die korrekte Bedienung von Ultraschallgeräten und trainierten dessen praktische Anwendung aneinander in Kleingruppen.Im Wahlfach "Die Grazer SIMLine: Notaufnahme" übernahmen die teilnehmenden 13 Studierenden für vier Stunden die Rolle von medizinischen Notfallteams und behandelten ambulante PatientInnen und Akutfälle unter Verwendung von High-Fidelity-Patientensimulatoren und trainierten SchauspielerInnen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit nahmen die Studierenden an einer anonymen Umfrage und einer Wissensüberprüfung mit zehn Fragen im Single-Choice-Modus (allgemeine Aspekte, spezifische Fragestellungen mit Text und/oder Sonographie-Bildern) zur e-FAST-Sonographie teil. Außerdem musste bei sechs ambulanten Patienten eine e-FAST-Untersuchung aufgrund anamnestisch eindeutiger Verletzungsmuster durchgeführt werden. Ergebnisse und Diskussion: Sechs Studierende (46,2%) gaben an, zuvor bereits Sonographie-Kurse besucht zu haben.Keiner der Studierenden gab an, "ausgezeichnet" über das e-FAST-Protokoll Bescheid zu wissen. Zwei TeilnehmerInnen (15,4%) beurteilten ihre Kenntnisse als "gut" und drei (23,1%) als "ausreichend". Sieben Studierende (53,8%) bewerteten den eigenen Wissensstand als "verbesserungswürdig". Ein/-e TeilnehmerIn (7,7%) führte "sehr schlechte" Kenntnisse an.Zur Selbstbeurteilung im Umgang mit dem Ultraschallgerät bezeichnete sich kein/-e TeilnehmerIn als "sehr sicher". Ein/-e Studierende/-r (7,7%) stufte sich als "sicher" ein. Vier Studierende (30,8%) gaben "ausreichend sichere" Bedienungskenntnisse an. Fünf TeilnehmerInnen (38,5%) fühlten sich "wenig sicher" und zwei (15,4%) "sehr unsicher".In der Wissensüberprüfung erreichten die Studierenden im Mittel 4,1 von maximal zehn Punkten. Die maximal erreichte Punktezahl betrug sieben und die minimale einen Punkt. Schlussfolgerung: Mittels eines interaktiven, Workshop-basierten Lehrformats kann die praktische Anwendung des e-FAST-Protokolls mit geringem zeitlichen Aufwand vermittelt werden. Zur Maximierung des kognitiven Wissens und der Selbstsicherheit der Studierenden wären wiederholte Trainingseinheiten bzw. vermehrte Einbindung der Sonographie in das Humanmedizincurriculum wünschenswert. Peer-to-Peer-Teaching ist eine effektive und gleichzeitig ressourcenschonende Lehrmethode und kann dazu dienen, bestehende Curricula zu ergänzen und zu verbessern.
  • West D, Wegscheider T, Mileder L, Herbert M
    Vergleich der Durchführungszeiten bei der Etablierung intraossärer Zugänge mit NIO® und EZ-IO® durch Medizinstudierende im simulierten Setting: Erste Ergebnisse einer prospektiven, simulationsbasierten Beobachtungsstudie
    Notfallmedizin
    LKH-Univ. Klinikum Graz, Klinische Abteilung für Spezielle Anästhesiologie, Schmerz- und Intensivmedizin Zielsetzung Der intraossäre Zugang hat sich als effektive Alternative zum periphervenösen Zugang in Notfallsituationen etabliert und ist in den Leitlinien desEuropean Resuscitation Council als Methode der Wahl im Rahmen der kardiopulmonalen Reanimation verankert, sollte ein periphervenöser Gefäßzugang nicht oder nicht zeitgerecht möglich sein(1, 2). Da bei Notfällen der Faktor Zeit einen wichtigen Stellenwert einnimmt, hat sich diese Studie zum Ziel gesetzt, zu analysieren, ob Humanmedizinstudierende mit dem NIO®-Device schnellere Durchführungszeiten bei der Etablierung von intraossären Zugängen erreichen können als mit dem EZ-IO®-Device. Methodik Die theoretischen Grundlagen des intraossären Zuganges wurden unterrichtet sowie der Umgang mit den Geräten NIO®und EZ-IO®geschult. Anschließend wurde die Anlage eines intraossären Zuganges mit beiden Geräten an Simulationsmodellen unter standardisierten Bedingungen durchgeführt. Die Studierenden wurden zu zwei Gruppen randomisiert, die jeweils mit einem der beiden Devices begannen. Diese Simulation wurde audiovisuell dokumentiert und bezüglich der Durchführungszeiten analysiert.Prüfung auf Normalverteilung mit Shapiro-Wilk-Test, Signifikanzprüfung einheitlich mit Wilcoxon-Rangsummen-Test für das Signifikanzniveau p<0,05(* im Box and Whisker-Plot). Ergebnisse An der Studienahmen26 Studierende teil, 23 Datensätze vonStudierenden (11 weiblich und 12 männlich) zwischen dem 2. und 12. Studiensemesterwurden analysiert. Die T1 betrug mit dem NIO®115 s gegenüber 129 s mit dem EZ-IO®und ist damit statistisch ebenso signifikant geringer, wie T4 mit dem NIO®(195 s) gegenüber dem EZ-IO®(235 s) und T5 mit dem NIO®(89 s) gegenüber dem EZ-IO®(95 s). T2 (NIO®20 s, EZ-IO®21 s) und T3 (NIO®147 s, EZ-IO®169 s) waren nicht signifikant unterschiedlich. Schlussfolgerung Intraossäre Zugänge können durch Studierende der Humanmedizin nach einem kurzen standardisierten Training mit dem NIO®-Device schneller etabliert werden als mit dem EZ-IO®. Da diese Ergebnisse im simulierten Setting erhoben wurden, können sie nicht direkt auf die klinische Praxis übertragen werden. Literatur DGAInfo. Die intraossäre Infusion in der Notfallmedizin - Empfehlungen des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Notfallmedizin und des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Kinderanästhesie. Anästh Intensivmed. 2010;51:S615-20. Monsieurs KG, Nolan JP, Bossaert LL, Greif R, Maconochie IK, Nikolaou NI, et al. European Resuscitation Council Guidelines for Resuscitation 2015. Section 1. Executive summary. Resuscitation. 2015;95:1-80. Acknowledgement RORACO Vertriebsgesellschaftm.b.H,2486 Pottendor Korrespondenz: Dr. med. univ. Thomas Wegscheider LKH-Univ. Klinikum Graz Klinische Abteilung für Spezielle Anästhesiologie, Schmerz- und Intensivmedizin Auenbruggerplatz 29 A-8036 Graz Email: thomas.wegscheider@medunigraz.at
  • Zantow J; Baubin M
    Status quo österreichischer Rettungsleitstellen zu Organisation, Inzidenzen und T-CPR
    Notfallmedizin
    Univ. Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Innsbruck Zielsetzung Anhand der Auswertung eines ausgesendeten Fragebogens an die österreichischen Rettungsdienst-Leitstellen werden Vergleiche und österreichweit Inzidenzen zu relevanten Notarztalarmierungen aus Leitstellensicht aufgezeigt. Methode An alle österreichischen Leitstellen, die den Notruf 144 entgegennehmen, wurde jeweils an AMPDS-geführte und an nicht-AMPDS geführte Leitstellen ein Fragebogen gesendet. Einsatzdaten des Zeitraums 01.01.2014 bis 31.12.2014 wurden abgefragt. Zur Vergleichbarkeit wurden die von den Leitstellen angegebenen Absolutzahlen der jeweiligen Tracerdiagnose auf 100.000 Einwohner berechnet und der Forderung nach telefonisch angeleiteter Reanimation der IST-Stand 2014 in Bezug auf die Umsetzung der ERC Leitlinien 2010 analysiert. Ergebnis und Diskussion 13/19 (68,42%) der österreichischen Leitstellen sendeten einen ausgefüllten Fragebogen zurück. Bei der Tracerdiagnose Schlaganfall ergab sich im Mittel eine Inzidenz von rettungsdienstlich 263,80 und notärztlich 105,97 Alarmierungen pro 100.000 Einwohner, bei ACS von 456,09 und 200,84, bei Polytrauma-SHT von 189,67 und 146,02 und bei Kreislaufstillstand von 113,00 und 115,05. Die Leitstellen lösten in einer Spanne von 0,00% bis 60,40 % beim Schlaganfall, 12,44% bis 65,85% beim ACS, 33,46% bis 130,60 % beim Polytrauma-SHT und 99,46 % bis 108,90% beim Kreislaufstillstand zusätzlich zur rettungsdienstlichen eine notärztliche Alarmierung aus. Der Vergleich von rettungsdienstlichen mit notärztlichen Alarmierungen deutet auf unterschiedliche Notarztalarmierungsstrategien hin. 12/13 (92,31%) der Leitstellen geben Anweisungen zur T-CPR, entsprechend 96,51% (Bevölkerungszahlen von 8/13 der Leitstellen liegen vor) der von den befragten Leitstellen versorgten Bevölkerung. Diese Arbeit zeigt erstmals eine Übersicht der unterschiedlichen Leitstellenformen in Österreich. Die den Tracerdiagnosen zugeordneten AMPDS-Einsatzcodes und die von nicht-AMPDS geführten Leitstellen angegebenen Einsatzstichwörter veranschaulichen die Schwierigkeit der Vergleichbarkeit zwischen diesen Leitstellenformen. Abbildung: Alarmierungsverteilung bei Tracerdiagnosen Konklusion Die Implementierung einer im Idealfall einheitlichen Software bzw. ein gemeinsamer Datensatz mit entsprechenden Auswertemöglichkeiten im österreichischen Konsens könnte zukünftig wichtige Daten für die länderübergreifende Versorgungsqualität, Vergleichbarkeit und Forschung liefern. Zudem könnten dadurch standardisierte Notarztalarmierungsstrategien entwickelt werden. Die Arbeit zeigt, dass in Österreich ein guter Schritt in Richtung flächendeckender T-CPR gemacht wurde, mit Stand 13.06.2016 diese überlebenswichtige Maßnahme aber noch nicht in allen Leitstellen umgesetzt ist. Ein Ansatz zur verbesserten Umsetzung der T-CPR wäre die verpflichtende und Leitlinien-konforme Aus- und Fortbildung in T-CPR. Eine Qualitäts- und Effizienz-Bewertung der T-CPR in dein einzelnen Bundesländer steht aus. Korrespondezadresse Johannes Zantow Mitterweg 139a, 6020 Innsbruck Johannes.Zantow@student.i-med.ac.at
  • Lulic I, Trummer F, Deixler A, Brucke M, Rössner B, Hüpfl M
    The European Trauma Course development from 2006-2015
    Notfallmedizin
    European Trauma Course Austria Introduction The European trauma course was developed in the pilot phase between 2006 and 2008. A group of experts from all Europe designed it as it was necessary to create a flexible course on trauma management that can be used in all the different systems in Europe. Additionally working in a team has not been reflected in the traditional courses that were available. The goal was to create a course that this focused on a team approach and flexible to adaptation to local protocols. Based on up-to-date adult learning models 85% is practical simulation based team training. Material and methods A database search of the ERC course data base (courses.erc.edu). Data were displayed according to country and month of the course. Results The courses started in 2006 with an inaugural course in Malta followed by 3 pilot courses. After that there were courses in 2008 (3), 2009 (11), 2010 (17), 2011 (18), 2012 (34), 2013 (41) and 2014 (62) in 3 (2008), 8 (2009), 10 (2010, 2011), 11 (2012)13(2013), 17(2014) and 19 countries in 2015. The most courses were done in Germany (51), followed by Austria(37) and UK (236), Egypt (28), Italy(21), Croatia (11), Malta (10), Poland (8), Slovenia (7), Portugal(6), Belgium, Finnland, Denmark (5), Hungary(4), Saudia Arabia, Sudan, Sweden, Switzerland and Romania (3), Jordan (2) and Norway, Netherland, Ireland and Greece(1). Conclusion The project "European Trauma Course" was piloted with four courses and started in 2008.The courses are already available in 24 countries made a quick development from 2008 to 2015. References The European Trauma Course: trauma teaching goes European. Thies KC et al., EurJAnaesthesiol. 2014
  • Hüpfl M, Trummer F, Deixler A, Schreiber C, Kalan Ustar K, Lulic I
    The development of the European Trauma Course in Austria - data on 30 courses
    Notfallmedizin
    European Trauma Course Austria Introduction Worldwide, trauma claims more productive life years than any other disease. The World Health Organization estimates that the mortality of major trauma in Europe could be decreased up to 30% by improving the chain of care for major trauma patients. In recent years different trauma teaching programmes have been established in working towards decreasing the burden of death and disability of traumatized patients. European Trauma Course (ETC) goal is to teach a simplified and standardised approach to trauma patient management. ETC was designed in collaboration with the ERC, EuSEM, ESTES and ESA. Austrian group of experts in trauma patient management and the Austrian societies joined ETC initiative from the early beginning, being the first group providing in-house courses, prehospital and inhospital scenarios, interactive presentations for instructors and pushing the topics of human factors in the courses. Material and methods Database search of the records of ETC Austria from 2008 until April 2015 Results 30 courses were completed, with 669 participants (199 females, 470 males). More than two thirds of participants were doctors (627), followed by nursing staff (22) and ambulance personnel (20). The majority of participants were anaesthesiologists (323), alongside with trauma surgeons (232), emergency medicine specialists (82) and others (33). Of 30 courses 20 were open ones with individual registration and 10 were closed in-house courses for single institution trauma teams training. Conclusion In the past six years ETC has become the standard trauma course in Austria. Every year more and more medical personnel from nursing and ambulances join our courses, building the whole concept closer towards ETC goal of multi-specialty and multi-professional trauma team approach.
  • Lulic I, Lulic D, Lukic A, Trummer F, Kalan Ustar K, Hüpfl M
    Utilization of social media platforms among instructors of European Trauma Course in Austria
    Notfallmedizin
    European Trauma Course Austria Introduction: Today, social media (SM) are used to supplement and enhance lifelong medical education and training. Safe medical practice builds on repetitions and routines. Accordingly, European Trauma Course (ETC) teaches standardized approach to trauma patient management, playing important role in improving chain of trauma care. In this study we aimed to investigate SM engagement among ETC instructors during their preparation for trauma courses in Austria. Materials and methods: A total of 42 (84%) of 50 instructors completed an online survey, consisted of questions regarding engagement on following SM platforms: Facebook, YouTube, LinkedIn, ResearchGate, Twitter, Wikipedia, and blogs. There were thirteen female and twenty nine male, aged from 27 to 69 years (median 38, IQR 11). More than half were anaesthetists (n=28), along with emergency physicians (n=8), surgeons (n=3) and nurses (n=3). The majority come from Austria (n=25), accompanied by instructors from Croatia, Poland, Slovenia, United Kingdom, Germany, Italy, Norway, Sweden, Canada and Hungary. Results: Our instructors are avid supporters of SM. Among them the majority has Facebook (62%), and around half YouTube (52%) and LinkedIn (48%) profile, while ResearchGate (31%), Twitter (17%) and Wikipedia (10%) were supported in less extent. There was no difference in our instructors SM engagement in regard to personal, learning or teaching purposes, except for Wikipedia that was used more for personal and learning objectives, than for teaching. SM platforms most commonly used personally were Facebook (43%) and Wikipedia (26%), together with YouTube (14%), blogs (2%), and Twitter (2%). Likewise, when it comes to learning Wikipedia (21%), aside with Facebook (7%), was employed more often then blogs, YouTube and ResearchGate (each 2%). Conclusion: ETC instructors have recognized SM as a valuable educational tool throughout their preparation for trauma courses. Incorporating SM into trauma training program can boost teaching and learning productivity during continuous medical education.
  • Reihs F, Mileder L, Kornstädt S, Schmidt A, Wegscheider T
    Kernkompetenzen im Notfallmanagement des akuten Thoraxschmerzes: Effekte eines simulationsbasierten Ausbildungsprogramms für Medizinstudierende
    Notfallmedizin
    LKH-Univ. Klinikum Graz, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Zielsetzung: Die Lehrveranstaltung "Die Grazer SIMLine: Chest Pain" ist nach inhaltlichen und didaktischen Gesichtspunkten zu beschreiben und zu evaluieren, ob diese Medizinstudierende in die Lage versetzt, Patientinnen und Patienten mit akutem Thoraxschmerz, im simulierten Umfeld, gemäß aktueller Fachleitlinien zu untersuchen und zu behandeln. Methode: Es wurden audio-visuelle Aufzeichnungen von High-Fidelity-Simulationstrainings der Lehrveranstaltungsreihe "Die Grazer SIMLine: Chest Pain" und "Die Grazer SIMLine: Notaufnahme" retrospektiv mittels leitlinienkonformer Checklisten analysiert. Checklisten von Überprüfungen der EKG-Analyse und der sicheren Defibrillation (Procedure Proficiency Checks) wurden retrospektiv ausgewertet. Ergebnisse und Diskussion: Insgesamt nahmen 65 Studierende an einem Full-Scale-Simulationstraining teil. Dabei wurden 16 Szenarien audio-visuell aufgezeichnet. Das initiale ABCDE-Assessment wurde in allen Szenarien durchgeführt und im Mittel zu 57±7% korrekt erfüllt. Im Median betrug die Dauer für das ABCDE-Assessment 06:52 [02:10 - 13:49] Minuten, für die Analyse des 12-Kanal-EKGs 10:15 [04:38 - 18:20] Minuten und für die Diagnosestellung 06:06 [02:10 - 18:55] Minuten. Die Notfallteams erfüllten durchschnittlich zu 80±11% die Empfehlungen der Leitlinien für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit akutem Thoraxschmerz sowie bei auftretenden Herzrhythmusstörungen (Abb. 1). Die gestellte Notfalldiagnose zeigte sich zu 95±11% als korrekt. Eine sichere Defibrillation durch Studierende wurde zu 82±17% korrekt und im Mittel von 57 [00:30 - 00:90] Sekunden durchgeführt. Abbildung 1: Leitlinienadhärenz Studierende wiesen bei der Behandlung des akuten Koronarsyndroms eine Leitlinienadhärenz von 47,8% auf (1). Nach Langdorf et al. konnten ventrikuläre Tachykardien durch Studierende nach simulationsgestützter Ausbildung zu 80,2% sicher kardiovertiert werden (2). Schlussfolgerung: In Zusammenschau der analysierten Daten und der Literatur zeigen sich die positiven Effekte des Ausbildungsprogrammes "Die Grazer SIMLine: Chest pain" durch eine hohe Leitlinienadhärenz und auch im zeitlichen Ablauf der gesetzten Maßnahmen. Literatur: McEvoy MD, DeWaay DJ, Vanderbilt A, Alexander LA, Stilley MC, Hege MC, et al. Are Fourth-Year Medical Students as Prepared to Manage Unstable Patients as They Are to Manage Stable Patients? Acad Med. 2014 Apr;89(4):618-24. Langdorf MI, Strom SL, Yang L, Canales C, Anderson CL, Amin A, et al. High-Fidelity Simulation Enhances ACLS Training. Teach Learn Med. 2014 Jul 3;26(3):266-73. Korrespondenz: LKH-Univ. Klinikum Graz Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Auenbruggerplatz 29 8036 Graz thomas.wegscheider@medunigraz.at
  • Hüpfl M, Trummer F, Deixler A, Lulic D, Lulic A, Lulic I
    Motivation in europäischen Kursen als InstruktorIn zu arbeiten am Beispiel der ETC Kurse in Österreich
    Notfallmedizin
    Medizinische Simulation und Patientensicherheit Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie Medizinische Universität Hintergrund Das Ziel von praxisorientierten Kursen ist nicht ausschließlich die Vermittlung von Inhalt. Gerade Kurse wie der europäische Traumakurs fördern didaktische Strategien um Interaktionen zwischen lernenden und Lehrenden zu unterstützen. Das Design verlangt von den Instruktoren Flexibilität auf die Bedürfnisse der Lernenden einzugehen und einen standardisierten und einfachen Zugang zu Behandlung von Trauma Patienten umzusetzen. In der Studie wurde die Motivation von Instructoren an europäischen Traumakursen in Österreich als groß lehrende teilzunehmen untersucht. Material und Methoden 73 % (47/64) der aktiven Instruktoren des europäischen Traumakurses in Österreich komplettierten die online Umfrage. Die Umfrage bestand aus demographischen Daten und 12 Fragen zur Motivation an einem europäischen Traumakurs zu lehren. Die Antworten waren in eine Likert Skala einzutragen von 1 (starke Zustimmung) zu 5 (starke Ablehnung). Ergebnisse Das mediane Alter der Instruktoren (65 % männlich) war 41 (29 - 70). Nahezu der Hälfte der Instruktoren war waren AnästhesistInnen (dran 40 %), gefolgt von Unfallchirurgen, Notfallmedizinern, intensivmedizinsichen und Allgemeinmedizinerinnen in absteigender Reihenfolge. Die Mehrheit von ihnen (40 %) nahm an mindestens einem Kurs pro Jahr teil. Fast 1/3 der InstruktorInnen war in diesen Kursen in den letzten 3 Jahren tätig. Stärkste Zustimmung unter den InstruktorInnen wurde zur Aussage "simulationsbasiertes Lernen des europäischen Traumakurses verbessert das Management der akuten Traumaversorgung im Vergleich zu traditionellen Methoden"(64 %). Das Lehren im europäischen Traumakurs hilft den InstruktorInnen die eigene Kompetenz in der Entwicklung von non-technical Skills als Teamleiter und Teammitglied zu entwickeln (53 %). Den eigenen Instruktor Status zu erhalten hatte als Motivation die niedrigste Zustimmung (15 %). Conclusio: Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Motivation der InstruktorInnen vor allem darin lag, persönliche Befriedigung aus der Tatsache zu erhalten dass sie mit der Teilnahme an diesen Kursen dazu beitragen, die Traumaversorgung zu verbessern.
  • Hüpfl M, Trummer F, Deixler A, Lulic D, Lukic A, Lulic I
    Challenges instructors meet while teaching on European Trauma Course (ETC)
    Notfallmedizin
    Medizinische Simulation und Patientensicherheit Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie Medizinische Universität Purpose of the study: ETC team training approach reflects exemplary management of traumatized patients admitted to shock rooms throughout Europe. All trauma scenarios have predetermined specific learning objectives, addressing medical, communication or leadership issues frequently encountered during trauma resuscitation. In this study we wanted to identify challenges instructors meet while teaching on European Trauma Course. Materials and methods: A total of 47 (73%) of 64 instructors, actively teaching on at least one ETC course in Austria annually, completed an online survey from 5thuntil 10thof May 2016. The survey consisted of demographic data, and 18 statements regarding challenges instructors meet whilst teaching on ETC. All responses were Likert-type ranging, from 1 (strongly agree) to 5 (strongly disagree). Results: There were 65% male and 35% female instructors, aged from 29 to 70 years (median 41, interquartile range 12, mean±SD=42±9). The majority of instructors were specialists in anaesthesiology (43%), alongside with trauma surgeons, emergency physicians, intensive care specialists, and general practitioners working prehospitally. Apart from teaching on ETC, almost half of instructors (47%) are actively teaching on European Resuscitation Councils’ Advanced Life Support Courses. Majority of instructors (91%) are confident with the modified four-stage approach in skills teaching during ETC. Nearly third of them (28%) have impeding fear of not being proficient enough in debriefing technique, and of failing to meet the scenarios learning objectives (31%). Almost one third of instructors (34%) reported difficulties in attaining educational leave from working institution in order to participate on the ETC. Conclusions: Our results suggest instructors actively teaching on ETC feel confident with the course structure and educational principles. Nevertheless, they still face some of the difficulties, one of them being less confident in successfully meeting the learning objectives during ever growing trauma scenarios that cover wide spectrum of major trauma resuscitation issues.
  • Bernar B, Kuhn P, Kaiser H, Neumayr A, Schinnerl A, Baubin M
    Longitudinaler Vergleich zwischen dem notfallmedizinischem Kennzahlen- und Benchmarkbericht Tirol
    Notfallmedizin
    Medizinische Universität Innsbruck Zielsetzung Im Anschluss an, den im Dezember 2015 herausgegebenen, ersten Tiroler NEF-Benchmarkbericht über das erste Halbjahr 2015 erfolgte ein longitudinaler Vergleich zwischen diesem und dem Kennzahlenbericht von 2013. Diese Maßnahme, im Auftrag des ÄLRD-Tirol, soll einerseits die Prägnanz der beiden Berichte überprüfen und gleichzeitig bereits eingetretene Veränderungen aufzeigen und begründen. Zusätzlich hierzu erfolgte eine vertiefte Auswertung einzelner Bereiche des Benchmarkberichtes. Methodik Retrospektiver Vergleich der Ergebnisse vom: Ersten Benchmarkbericht über 11/13 Tiroler NEF-Stützpunkte anhand der NACA-X-Daten und den Intervall-Daten der Leitstelle Tirol aus dem ersten Halbjahr 2015 Dem Kennzahlenbericht des Rettungsdienst Tirol über 10/13 Tiroler NEF-Stützpunkte anhand der NACA-X-Daten und den Intervall-Daten der Leitstelle Tirol aus dem gesamten Jahr 2013 Hierfür wurden die, in beiden Berichten ausgewerteten, Qualitätsindikatoren gegenübergestellt und auf statistisch relevanten Abweichungen - über 5 % - überprüft. Durch die Leitstelle Tirol wurde im Rahmen einer vertieften Auswertung der Benchmark-Ergebnisse ein Zusammenhang zwischen den Versorgungszeiten innerhalb der Tracer-Diagnosen ACS und Stroke anhand ihrer internen Intervall-Daten untersucht. Ergebnisse * Bei den angegebenen Werten handelt es sich um die jeweiligen Tiroler Mittelwerte, bzw. die summativen Werte ** Im 1. Hj. wurden erweiterte Kriterien für ein dokumentiertes Onset angewendet, es wurden 2 Felder dies betreffend ausgewertet. AMPDS gestütze Auswertung der Versorgungszeiten durch die Leitstelle Tirol für die 13 Tiroler NEF-Stützpunkte gegliedert auf die Tracer-Diagnosen "Stroke" und "ACS" für das erste Halbjahr 2015 (Median und 90er Perzentil). Schlussfolgerung Die größte Änderung zwischen Kennzahlen- und Benchmarkbericht betrifft den dokumentierten Symptom-Onset bei Stroke. Diese Veränderung ist auf eine unterschiedliche Auswertung zurückzuführen, da beim Kennzahlenbericht nur die Notfallzeit, während beim Benchmarkbericht sowohl die Notfallzeit als auch der Freitext im Eingabefeld "akut Anamnese" ausgewertet wurden. Für den ebenfalls höheren Prozentsatz bei "Blutzucker gemessen" bei Stroke wurde keine Erklärung gefunden. In der Darstellung der ACS - und Stroke - Versorgungszeiten fällt bei den 50er Perzentilen auf, dass wenn die Versorgungszeit bei ACS ansteigt sie in der Regel auch bei Stroke ansteigt. Dass die Versorgung bei ACS immer einige wenige Minuten länger dauert als bei Stroke ist nachvollziehbar, da bei ACS mehr ärztliche und Monitor-Aufgaben anfallen. Interessant ist darüber hinaus jedoch, dass die Reihung der Stützpunkte nach Versorgungszeit im 50er nicht mit jener im 90er Perzentil korreliert. Generell kann man festhalten, dass das Qualitätsniveau im Tiroler Notarzt-System hoch ist, wie die Teilnahme am deutschen Reanimationsregister (1), der Vergleich mit den ACS-Versorgungszahlen (2) oder die Einbindung der prähospitalen Notfallmedizin im Tiroler Schlaganfallpfad (3) zeigen. Reanimationsregister - German Resuscitation Registry (GRR). Scholz K.HNotfall+Rettungsmedizin, Springer-Verlag, 16:260-268; Willeit J et al. Thrombolysis and clinical outcome in patients with stroke after implementation of the Tyrol Stroke Pathway: a retrospective observational study. Lancet Neurol. 2015 Jan;14(1):48-56
  • Lanthaler M, Ströhle M, Würtele A, Ebner H, Paal P
    Alpine Blitzunfälle in Österreich 2006 bis 2014 - Eine retrospektive Analyse
    Notfallmedizin
    Universitätsklinik für allgemeine und chirurgische Intensivmedizin, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich Zielsetzung: Bis heute gibt es keine medizinische Analyse zu Blitzunfällen in den österreichischen Bergen. Ziel dieser Studie war es, die Blitzunfälle in den Bergen Österreichs von 2006 bis 2014 hinsichtlich Verletzungsmuster, Unfallmechanismus und Outcome zu analysieren. Methode: Die österreichische Alpinpolizei erfasst seit 1. November 2005 Daten aller alpinen Unfälle, welche der Notrufzentrale gemeldet werden, in elektronischer Form. Diese Datenbank wurde für den Zeitraum 1. November 2005 bis 13. Juni 2014 ausgewertet. Zudem wurden Patienten, die im Universitätsklinikum Innsbruck behandelt wurden, eingeschlossen. Ergebnisse und Diskussion: Im genannten Zeitraum wurden 67.807 Unfälle am Berg mit insgesamt 70.675 Verunfallten registriert. Die Suchanfrage bezüglich Blitzunfall lieferte 96 Personen. 64 Personen erfüllten die Einschlusskriterien und wurden in diese Studie inkludiert. 94% (n=60) der Blitzverunfallten überlebten den Blitzschlag. Das Risiko, vom Blitz getroffen zu werden ist am höchsten in den Sommermonaten am späten Nachmittag. Kletterer, Bergsteiger und Wanderer sind der größten Blitzgefahr ausgesetzt. Vier Menschen starben (zwei Jäger, ein Bergsteiger, ein Forstarbeiter). Schlussfolgerung: Durch bessere Aufklärung und Präventionsmaßnahmen sind die meisten Blitzunfälle in Österreichs Bergen vermeidbar. Diese Studie zeigt, dass Blitzunfälle mit menschlicher Beteiligung besser mit medizinischen Datenbanken in Krankenhäusern verknüpft werden sollten, um besseren Einblick in Unfallmechanismus und Unfallausgang zu gewinnen. Korrespondenzadresse: Michael Lanthaler St. Margareth-Straße 23 I-39040, Natz/Schabs michael.lanthaler@student.i-med.ac.at